Was ist 6D-Vision?
6D-Vision ist ein von den Daimler Forschern Dr. Uwe Franke, Dr. Stefan Gehrig und Dr. Clemens Rabe entwickeltes Verfahren der Bildverarbeitung, mit Hilfe dessen Autos in Bruchteilen einer Sekunde mögliche Kollisionsgefahren erkennen können. Die Besonderheit ist, dass sogar bewegte Objekte wie z.B. andere Fahrzeuge, Fahrradfahrer oder Fußgänger detektiert werden können, noch bevor sie sich im Fahrkorridor befinden. Die beiden Bilder zeigen zwei kritische Situationen, für die das Verfahren entwickelt worden ist. 6D-Vision verwendet dazu ein Stereokamerasystem, um wie der Mensch räumlich sehen zu können. Durch eine zeitliche Analyse der Bildfolge, gewissermaßen einem mehrfachen Hinschauen, können zusätzlich Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit ermittelt werden. Diese Kenntnis erlaubt eine Prognose der zukünftigen Position. Die Pfeile in den Bildern zeigen, wo die gefährdeten Personen in 0,5 Sekunden sein werden. Den Daimler Forschern ist es gelungen, diese grundlegende Fähigkeit menschlicher Wahrnehmung auf einem kleinen, energieeffizienten und preisgünstigen Prozessor zu realisieren, wie er millionenfach in Fernsehern und Videorecordern eingesetzt wird. Damit ist es möglich, Gefahren schneller als der Mensch zu erkennen und viele Unfälle gerade im oft unübersichtlichen städtischen Bereich zu vermeiden. |

